Ambiente-Richtlinien

Die Ambiente-Richtlinien sollen Zielsetzung für Spielteilnehmer und Spielleitung gleichermaßen sein und beide zu Partnern bei der Erschaffung einer intensiver erlebbaren Spielwelt machen. Die Umsetzung dieser Richtlinien kann wesentlich zu einem stimmungsvollen Rollenspiel beitragen. Sie sind eher als eine Chance für ein schönes Spielerlebnis, denn eine Einschränkung der persönlichen Entfaltung zu sehen. Jeder Veranstalter hat eigene Ansprüche und Schwerpunkte und wird diese entsprechend festlegen sowie kommunizieren.

  • Die Veranstaltung ist durchgehend und überall intime, egal ob im Wald, im Zelt oder beim Frühstück.
  • Um das Spielerlebnis der anderen Teilnehmer nicht zu stören, soll es während der Veranstaltung keine Outtime-Gespräche geben. Jegliches Outtime soll allein für Notfälle vorbehalten bleiben und die Angelegenheit möglichst abseits des Spielgeschehens geklärt werden.
  • Auf dem Spielgelände soll von der modernen Zivilisation so wenig wie möglich zu erkennen sein, so wird z.B. versucht Siedlungen, Hochspannungsleitungen, Autos und Straßen zu meiden. Da dies leider nicht immer funktioniert, sollen störende Elemente im Spiel ignoriert und falls möglich gemieden oder schnell hinter sich gebracht werden.
  • Verpackungen aus Plastik oder andere offensichtlich aus Kunststoff bestehenden Gegenstände passen nicht in einen mittelalterlichen Hintergrund und sollen daher grundsätzlich vermieden werden. Zum Einpacken von Nahrungsmitteln bieten Stoff oder Leder eine sinnvolle Alternative. Veranstaltungen mit Vollverpflegung können die Problematik von unschönen Verpackungen entschärfen.
  • Jeder soll darauf achten, dass seine Gewandung sowie sein Gepäck äußerlich komplett ambientegerecht sind. Wenn Gegenstände diesen Anspruch nicht erfüllen (z.B. Plastikflaschen), kann eine Stoff-, Fell- oder Lederverkleidung abhelfen. Das Spielerlebnis kann noch gesteigert werden, wenn die vollständige Ausrüstung der Spielwelt entspricht.
  • Handelsübliche Zigaretten passen nicht in eine mittelalterliche Welt. Um nicht auf das Rauchen verzichten zu müssen bietet die Verwendung einer schönen Pfeife oder Wasserpfeife eine stimmige Alternative. Ob selbstgedrehte Zigaretten oder Zigarillos im Spiel akzeptiert werden muss vorher bei der Orga erfragt werden.
  • In einer mittelalterlichen Welt gibt es auch keine Feuerzeuge. Streichhölzer gelten als wertvolle alchemistische Erzeugnisse und können in entsprechender Verpackung Ersatz bieten.
  • Um eine Trennung zwischen dem termingebundenen realen Leben und der Spielwelt zu festigen, sollen technische Geräte wie z.B. MP3-Player oder Armbanduhren weder verwendet noch mitgeführt werden.
  • Wenn eine Orga das Mitführen eines Handys für Notfälle gestattet, soll dieses ausgeschaltet und entsprechend versteckt sein. Auch von NSCs für die Koordination verwendete Mobiltelefone sollen andere Teilnehmer nicht stören.
  • Auf Liverollenspielen sollen nur spieltaugliche Stoffzelte verwendet werden, denn Iglu-Zelte und andere moderne Campingzelte im Lager stören das Ambiente. Meist ist es möglich sich mit der Spielleitung oder anderen Teilnehmern über Schlafplätze abzusprechen.
  • Um auch besseres Ambiente innerhalb der Zelte zu gewähren, sollen bevorzugt Decken und Felle verwendet werden. Zumindest können Schlafsäcke und Isomatten mit einer passenden Stoffhülle oder mit Decken versteckt werden. Bei Zelten mit (Kunststoff-)Boden können zur Abdeckung ebenfalls Decken oder einfache Teppiche Abhilfe schaffen.
  • Fotografieren stört das Ambiente und muss von der Spielleitung genehmigt werden. Wenn fotografiert wird soll dies so unauffällig wie möglich geschehen und auf keinen Fall in den Spielfluss eingreifen.
  • Falls eine Störung des Ambientes durch OT-Dinge oder bestimmte Situationen nicht verhindert werden kann, sollen Spielteilnehmer entsprechende Situationen schnell hinter sich bringen und kommentarlos ignorieren.

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