Charaktererstellung

Ein Charakter wird nicht durch Zahlenwerte, sondern durch die Vorstellungen und Möglichkeiten des Darstellers definiert. Auf die Verwendung eines Generierungs- und Punktesystems bei der Charaktererschaffung wird daher vollkommen verzichtet. Dafür wird Wert auf eine stimmige Hintergrundgeschichte und Charakterbeschreibung gelegt. Das zum Spiel passende Charakterkonzept soll umfassend mit der Spielleitung abgestimmt werden.

Ausgehend von dem Grundprinzip „Du kannst was Du (darstellen) kannst“ sollen nur jene Fähigkeiten ausgespielt werden, die sinnvoll dargestellt werden können und für das Charakterkonzept stimmig sind. Lediglich für gewünschte Fantasyelemente, wie Magie und Liturgien, die (normalerweise) niemand wirklich beherrscht, ist ein regeltechnischer Rahmen vorhanden. Umgekehrt soll aber auch das Prinzip „Du sollst nicht darstellen was Du nicht darstellen kannst“ berücksichtigt werden. So kann man beispielsweise nicht mit 1,90 m einen Zwerg spielen oder einen Elfen mit Bierbauch.

Neben den darstellbaren Fähigkeiten muss auch sehr genau überlegt werden wie überzeugend und detailliert das Wesen und die Fähigkeiten des Charakters gegenüber den Mitspielern dargestellt werden können. Hier ist weniger oft mehr, z.B. ein Söldner oder Knappe statt eines Ritter ohne Gefolge und Ausrüstung. Überzeugend dargestellte Rollen sorgen eher für eine realistische und damit schönere Spielwelt, als Wunschvorstellungen, die nicht erfüllt werden können. Zu bedenken ist auch, dass ein Großteil der Kommunikation unbewusst durch Körpersprache erfolgt.

Der Darstellung einer Persönlichkeit mit besonderem Status in der Spielwelt gebührt ein hoher Anspruch in Vorbereitung, Ausrüstung und Gewandung. Darüber hinaus wird die Rolle noch überzeugender, wenn das Konzept durch andere Teilnehmer unterstützt wird. So ist es je nach Veranstaltung passend wenn ein Ritter mit Knappe, Adelige mit Gefolge oder Geweihte mit Novizen auftreten. Durch eine passende Ausgestaltung des Hintergrunds kann vermieden werden, dass sich der „Untergebene“ nur als schmückendes Beiwerk vorkommt.

Der Besitz von magischen oder geweihten Waffen, von Tieren, Tränken, Kräutern, oder anderen ungewöhnlichen Dingen ist im Vorfeld mit der Spielleitung abzustimmen.


Mehr zu diesem Thema findest du im Kapitel "Der Charakter".

Weiter geht es im Abschnitt "Magiedarstellung".

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